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Reflexintegration und frühkindliche Reflexe -

Reflexintegration (Zertifizierung durch Sieber und Paasch Institut)

 
Was ist Reflexintegration, und warum ist sie wichtig?

Reflex: ist eine unwillkürliche, stereotype Reaktion des Nervensystems auf einen Reiz.

Die Reflexintegration ist ein ganzheitliches Bewegungstraining, das speziell bei Kindern und Jugendlichen angewendet wird, die motorische und kognitive Schwierigkeiten haben. Das spiegelt sich oftmals in Lern- und Verhaltensproblemen wider.


Häufig lassen sich beispielsweise folgende Symptome erkennen:
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme
  • Hyperaktivität
  • Lese- und Rechtschreibschwäche
  • Fehlende Impulskontrolle
  • Geringe Frustrationsgrenze
  • Koordinationsprobleme in der Fein- und Grobmotorik
  • Gleichgewichtsstörungen

 

Was sind frühkindliche Reflexe?

Die ersten Bewegungen eines Babys werden von unwillkürlich erfolgenden frühkindlichen Reflexen bestimmt. Sie sind von enormer Wichtigkeit für die Entwicklung des Kindes und sorgen für den Aufbau von stabilen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Gehirnarealen. Desweiteren sind sie für die Entwicklung des Muskeltonus im Körper verantwortlich, damit wir laufen und gehen können. Speziell die ersten 12 bis 18 Lebensmonate sind prägend für die spätere kognitive und motorische Leistungsfähigkeit. Sobald ein Reflex seine Aufgabe erfüllt hat, muss er sich zurückbilden, da das Kind in seiner Gehirnreife nun schon weiter fortgeschritten ist.
Wenn frühkindliche Reflexbewegungen jedoch noch ganz oder teilweise aktiv sind, können sie jederzeit ungeplant ausgelöst werden und verursachen meist unwillentliche Restmuskelreaktion. Das Nervensystem kompensiert diese Bewegungen mehr oder weniger gut. Trotzdem irritiert der Reflex das Gehirn und bindet Aufmerksamkeit und kostet auf diese Weise Zeit und Kraft. Eine fehlende Reifung der Gehirnareale kann oft der Grund für spätere Lern- und Verhaltensauffälligkeiten sein.


 

Gründe für eine fehlende Entwicklung
der frühkindlichen Reflexe:

  • Stress der Mutter in der Schwangerschaft
  • Wenig Bewegung der Mutter durch viel Liegen während der Schwangerschaft
  • Kaiserschnittgeburt oder Geburt Beckenendlage
  • Frühgeburt/Zangengeburt/Saugglocke
  • Auslassung wichtiger Entwicklungsschritte wie z.B. Krabbelphase
  • Bewegungseinschränkungen durch Tragen einer Spreizhose
  • Benutzung von Lauflernhilfen/zu wenig Zeit in Bauchlage verbracht
 
Was kann ich durch die Anwendung des Bewegungstrainings bei Ihrem Kind bewirken?

Durch die Reflexintegration biete ich ihrem Kind ein individuelles Bewegungsprogramm, das nachträglich zur Reifung des zentralen Nervensystems führt. Ihr Kind erlangt die Fähigkeit, sich altersgemäß motorisch und auch kognitiv zu entwickeln, um somit sein Potenzial voll ausschöpfen zu können.

 

Ablauf der Reflexintegration:

Der Gesamtablauf besteht aus 3 aufeinanderfolgenden Phasen, die sich über einen Zeitraum von insgesamt 6 bis 12 Monaten erstrecken können. Das steht in Abhängigkeit von der Anzahl der noch aktiven Reflexe.

 

Anamnesegespräch und spezielle Tests
In einem ausführlichen Gespräch wird der Entwicklungsstand ihres Kindes und auch der Verlauf der Schwangerschaft überprüft. Anhand von neuromotorischen Tests und Anhand eines Fragebogens, erfolgen zuerst Übungen für das Stammhirn.

Erstellung eines individuellen Übungsprogramms
Basierend auf den Erkenntnissen des Anamnesegesprächs, wird ein für ihr Kind maßgeschneidertes Programm erstellt. Hier überprüfe ich die noch aktiven Reflexen und integriere (hemme) diese. Im Anschluss daran zeige ich Ihnen einfache Übungen für Zuhause. 

Der tägliche Zeitbedarf hierfür beträgt 10—15 Minuten, und eine Unterstützung der Eltern ist hierbei erforderlich und ein wichtiger Bestandteil des Trainings.

 

Kontrollverlauf
Alle 4 Wochen wird eine Erfolgskontrolle in meiner Praxis durchgeführt und weitere Übungen folgen.Ich bin zertifizierte RIT®-Partnerin des Sieber-Paasch-Instituts München

 

 

Verstanden

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